Virbagen canis B - die sinnvollere Borrelioseimpfung
(24.02.2012) Endlich Schutz gegen die beiden häufigsten Borrelien-Genospezies in Österreich!
Quellnachweis: Vet-Magazin.com



Virbagen canis B enthält die beiden in Österreich häufigsten Borreliose-Erreger als Antigene in einem Impfstoff vereint.
Im Gegensatz zu Nordamerika, wo ausschließlich Borrelia burgdorferi sensu stricto eine Rolle spielt, kommen nach übereinstimmenden Untersuchungen in Österreich/Zentraleuropa überwiegend die Spezies B. afzelii und B. garinii vor. (1)
Obwohl alle drei Borrelia-Genospezies zum Komplex Borrelia burgdorferi sensu lato gehören, besteht zwischen diesen Einzelspezies eindeutig keine ausreichende Kreuzprotektivität. (2)


7 GRÜNDE FÜR EINE IMPFUNG MIT VIRBAGEN® CANIS B

1. Borrelia afzelii und B. garinii sind die in Europa vorherrschenden Spezies, B. burgdorferi sensu stricto kommt nur zu ca. 10 % vor (3).
2. Im veterinärmedizinischen Bereich wurde bisher nur die Pathogenität von B. burgdorferi sensu stricto experimentell bestätigt. Ähnliche Studien für die anderen Borrelienspezies fehlen, doch ist mit einer Virulenz dieser Erreger für veterinärmedizinisch relevante Wirtsspezies zu rechnen (4). Aktuell hat eine Studie zum Pathogenitätsnachweis der beiden Spezies B. afzelii und B. garinii in München begonnen.
3. Schon seit längerem wurden von unabhängigen Arbeitsgruppen Isolate von B. afzelii und B. garinii aus Hunden mit entsprechenden Symptomen einer Lyme-Borreliose nachgewiesen, wie z. B. von Hovius (5) und Speck (6).
4. Neben der Zeckenprophylaxe kann nur die Borreliose-Impfung die Übertragung von Borrelien auf den Hund wirkungsvoll verhindern. Einer Verhinderung der Erregerüber-tragung, wie sie bei den Standardimpfungen nicht möglich ist, ist vor allem bei der Borreliose wichtig, da diese als grundsätzlich persistierende Erkrankung anzusehen ist, da Borrelien lebenslang im Körper verbleiben und eine erneute Erkrankung auslösen können (7).
5. Ältere Veröffentlichungen zeigen, dass nur 5 % der infizierten Hunde erkranken. Aufgrund der inzwischen aber deutlich verbesserten und spezifischeren Diagnostik ist aber mit einer deutlich höheren Erkrankungshäufigkeit bei Hunden zu rechnen auch wenn hierzu noch aussagekräftige Studie fehlen (7).
6. In der Untersuchung von Töpfer und Straubinger (8) wird deutlich, dass Impfstoffe, gewonnen aus B. burgdorferi sensu stricto Antigenen nicht, bzw. nur in sehr geringem Maße, kreuzreagierend mit B. afzelii und B. garinii sind. Daraus lässt sich folgern, dass eine Impfung mit dem Impfstoff Merilym® (Merial) nur vor dem Erreger B. burgdorferi sensu stricto schützt. Aufgrund dieser Ergebnisse kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein bereits mit B. burgdorferi sensu stricto geimpfter Hund sich infiziert und trotz Impfschutz eine Borreliose entwickelt, hervorgerufen durch eine heterologe Spezies (8).
7. Borrelien besitzen in der Zecke, bzw. im Hund unterschiedliche Oberflächenproteine. Aus diesem Grund schützen durch eine Infektion gebildete Antikörper den Hund nicht vor einer Neuinfektion, es findet also kein natürlicher Schutz statt. Der Hund kann sich nach überstandener Borrelien-Infektion immer wieder erneut infizieren und muss deshalb durch Zeckenprophylaxe und Impfung geschützt werden.

LITERATURHINWEISE
1) Vgl. Metaanalyse von Rauter und Hartung 2005; Appl. Env. Microbiol.(71): 7203-7216
2) Töpfer und Straubinger 2006: Praktischer Tierarzt (87): 430-439
3) Lyme-Borreliose, in: Suter, Kohn; Praktikum der Hundeklinik: S. 293
4) Leitlinie zur Impfung von Kleintieren der StIKo Vet., 2009, Seite 11
5) Hovius (1999): Presence and distribution of Bbss in internal organs and skin of naturally infected dogs detected by PCR; Vet Quart (21); 54-58
6) Speck (2001): Isolation of B. afzelii from a dog; Vet Rec (149); 19-20
7) Straubinger (2008): Die Lyme-Borreliose bei Hunden; Kleintier konkret, (5) 2008; Seiten 3-6
8) Töpfer, Straubinger (2006): Charakterisierung der humoralen Immunantwort im Hund nach Impfung gegen Lyme-Borreliose; PTA 87; S. 430-439

Weitere Informationen:
Virbac Österreich GmbH